Freitag, 3. April 2015

Die Bastelei geht weiter - Die Umsetzung

Den Plan habe ich ja bereits erklärt. Hier geht es mit kurzen Worten um die Umsetzung, garniert mit ein paar Bildern am Schluss.

Fast ein Jahr hat es gedauert, bis ich alles zusammen hatte. Im Geburtstagsurlaub (Juli) 2014 ging es dann endlich los.
Blut, Schweiß und (keine) Tränen wurden vergossen - aber nach ca. 5 Tagen (jeweils 2-3 Stunden) war es dann so weit. Alles war wieder an seinem Platz und schien sich theoretisch richtig zu bewegen.

Wie viel Zeit davon auf das Konto von x Mal anschauen des gleichen Videos oder "mache ich das auch richtig" Überlegung gingen kann ich jetzt nicht mehr sagen - aber wohl der Großteil.
Der geübte Schrauben bzw. Fachmann bekommt das sicher in wenigen Stunden hin. Für mich war es trotzdem ein tolles Gefühl vor dem von mir aufgebauten Fahrrad zu stehen.

Die Einzelheiten, wann ich wie welche Schraube gedreht habe, erspare ich euch mal. Vielleicht schreibe ich stattdessen mal einen Beitrag über die ganzen Videos und Artikel, die mir weitergeholfen habe.
Außerdem soll ja das neue Rad das Hauptthema hier sein.

In weiser Voraussicht habe ich während des Umbaus einige Fotos gemacht. Die ersten sollten mir hauptsächlich als Orientierung dienen, wie denn das Fahrrad vorher ausgesehen hat.
Idealerweise sollte es am Schluss ja wieder ähnlich aussehen - hat denke ich ganz gut geklappt.

Das war es im Prinzip auch schon. Eine klitzekleine Besonderheit will ich noch erwähnen - und zwar dass ich die Züge durchgehend verlegt habe.
Im Vorfeld habe ich ein bisschen recherchiert wieso das denn überhaupt so gehandhabt wird. Ich meine damit, wieso die Hülle der Schalt- und Bremszüge zwischendrin offen sind, konnte aber keine zufriedenstellende Antwort finden.
Also schwups die Halterungen am Rahmen ein bisschen aufgebohrt und schon passt der Zug samt Hülle da komplett durch. Von Winkel her wurde das Loch leider leicht schräg, fällt aber kaum auf. Extra für diese Aktion einen Dremel zu kaufen war mir dann doch zu viel.

...
Blogger und Bilder ist überraschenderweise recht grausam. Die Galerie hier wurde daher zum testen mit Cinopa erstellt. Eigentlich eine tolle Sache mit zwei Haken.
Zum einen muss ich meine Bilder nochmal hochladen (auf deren Server natürlich) und zum anderen sind die leider nicht die Heilsarmee. Der freie Account ist recht begrenzt von Speicherplatz und auch Traffic.
Mal schauen, ob ich was besseres finde oder einfach mehr meine HTML-Hand anlegen muss.

Donnerstag, 2. April 2015

Die Bastelei geht weiter - Der Plan

Hm "Bastelei" - irgendwie wird das Wort nicht besser, je öfter ich es sage. Mit dem Blogtitel habe ich mich aber ja ein klein bisschen darauf festgelegt.
Andererseits verdeutlicht es auch, dass ich eben kein Gelernter bin - sondern nur ein Amateur, der ein bisschen "rumbastelt".
Wie auch immer, ich schweife ab...

Wie am Ende des Anfangs erklärt wollte ich mit dem Rumschrauben am Fahrrad definitiv weiter machen und hatte daher zuerst den Plan mein Fahrrad ordentlich zu pimpen. Und zwar wollte ich die komplette Schaltung und Bremsanlage auf Shimano XT only bringen.

Damit das nicht zu leicht wird sollte es auch unbedingt noch die entsprechenden Teile aus der Trekkingserie sein, die erst 2012 auf den Markt kam. Vorher gab es quasi nur Mountainbike.
Seit eben mittlerweile 3 Jahren muss man auf ein T oder M im Produktnamen achten, z.B. beim Umwerfer FD-T780 statt FD-M780.

Genau genommen hatte die komplette XT Serie damals zum 30 jährigen Bestehen ein Update bekommen, da verweise ich für den Interessierten auf einen kurzen Artikel der Trekkingbike dazu.

Die einzelnen Teile der T und M Serie ähneln sich sehr, haben aber mal mehr oder weniger wichtige Unterschiede.
So steht bei den Trekking Schalthebeln extra noch die Zahl des Gangs im Sichtfenster, bei der Mountainbike Variante nur einzelne Striche. Fahren kann man mit beiden, denn beide sind für 3x10 ausgelegt.
Beim Umwerfer allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied, die M-Variante soll maximal nur 42 Zähne (größtes Kettenblatt) und die T-Variante 48 Zähne schalten können.

Jetzt die Quizfrage - wie viele Zähne hat wohl (standardmäßig) jeweils das größte Kettenblatt der M- und T-Kurbel?
Aber das nur als schnelle Beispiele :)

Schwieriger war es auch deswegen, weil mir neu mal wieder zu teuer war (komplette XT Serie mit V-Brakes müssten ca. 550€ sein) und so viele Teile wie möglich über den Gebrauchtmarkt zu mir kommen sollten.

Nebenbei wollte ich mich auch noch von dem Batterielicht verabschieden. Jedes Mal daran zu denken es mitzunehmen hat mich recht schnell angenervt.

Weiter geht es dann in "Die Umsetzung"...

Montag, 30. März 2015

Der Anfang der Fahrradbastelei

April 2013, seit mittlerweile einem Jahr fahre ich täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Und das sieht man dem auch an.
Vor allem vom Winter hat sich viel Dreck in sämtlichen Ecken abgelagert. Da sollte ein zur Jahreszeit passender Frühjahrsputz Abhilfe schaffen.

Den wollte ich so gründlich wie möglich durchführen - und dafür auch die Kassette und die Kettenblätter entfernen, um dazwischen besser reinigen zu können.

Bis dahin hatte ich nur Kleinigkeiten an Fahrrädern gemacht, noch nie so ein "richtiges
Zerlegen". Also einige Youtube Videos angeschaut und das passende Werkzeug (Kettenpeitsche und Kettenschlüssel) zugelegt. Entweder gleich dabei oder kurz danach auch noch eine Verschleißlehre und einen Kettennieter, um die Kette zu prüfen und gegebenenfalls zu ersetzen.

Auf dem ersten Bild sieht man mein noch bescheidenes Setup an Werkzeugen, das meiste stammt aus meiner normalen Werkzeugkiste.

Ebenfalls für diesen bedeutungsschwangeren Termin habe ich bei Ebay einen Montageständer ersteigert. Das Internet meinte, damit tut man sich leichter (hat übrigens recht).
Das war ein Tacx T3000, wie auf dem Bild hier links.
Eigentlich kein schlechtes Teil, aber als die Ansprüche später stiegen wurde der durch einen Park Tools PCS-9 ersetzt.

Ich habe mich voller Enthusiasmus ans Werk gemacht, in der Hoffnung das auch wieder alles zusammen zu bekommen.
Wie man die Kurbel entfernt wusste ich damals noch nicht, dadurch musste das kleinste Kettenblatt leider dran bleiben.

Wie man auf dem Bild unten sieht habe ich alles professionell auf dem Boden abgelegt und zur Reinigung mit WD40 eingesprüht.

Ich kann euch aber beruhigen, alle Schrauben sind wieder aufgetaucht und haben ihren rechtmäßigen Platz am Rad wieder eingenommen.

Die Aktion hat gefühlt ewig gedauert, aber hat zum einen trotzdem jede Menge Spaß und zum anderen auch noch seinen Zweck erfüllt:
Das Fahrrad war mal wieder richtig sauber.

Und hat mir den weiteren Weg geebnet mehr an meinem Fahrrad herumschrauben zu wollen.

Wann genau kann ich nicht mehr sagen, aber später reifte der Plan noch weiteres Werkzeug Stück für Stück zu besorgen um eben das zu tun.

Gleichzeitig braucht man ja auch einen Grund, um (neben der reinen Wartung) an einem Rad herumzuschrauben.
Also sollte das schöne Stück bzw. seine Einzelteile komplett auf Shimano XT gebracht werden.

Aber das ist eine andere Geschichte, die vielleicht später kommt.

Sonntag, 29. März 2015

Der Anfang des Fahrradfahrens

Am Anfang war das Wort - und der Gedanke mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, überschaubare 4,5 Km. Das war 2012.

Dazu musste ein neues Fahrrad her. Die Suche danach hat ein bisschen gedauert. Eine Neues war mir zu teuer, schließlich wusste ich noch nicht ob das eine längere Geschichte wird. Trotzdem sollte einigermaßen Qualität her, nicht gerade ein Baumarktmodell.
Also auf zu Ebay Kleinanzeigen und geduldig geschaut. Nicht einfach bei meiner Größe bzw. Schrittlänge und der relativ kleinen Umkreissuche.

Schlussendlich wurde ich doch fündig. Ein Stevens X6C, abzuholen in Fürth. Laut Vorbesitzer erst 3 Jahre alt und keine 200 Km bewegt (er wollte eigentlich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren...), seitdem stand es im Keller.
Zustand war einwandfrei und der Preis von 500€ auch absolut in Ordnung. UVP waren glaube ich mal 899€.

Auf dem (ältesten) Bild (das ich habe) sind bereits ein paar Anbauteile hinzugekommen:
Gepäckträger Racktime Light It, Schloss Abus Bordo Granit X-Plus 6400/85, Sattel Selle Royal Looking Athletic, Griffe Ergon GP1 und ein Fahrradcomputer Sigma BC1609


Gegenüber den Arbeitskollegen habe ich beteuert nur den Sommer über fahren zu wollen, denn ich alte Frostbeule kann Kälte überhaupt nicht ausstehen. Trotzdem bin ich auch den Winter nahezu komplett durchgefahren. Und den darauf auch. Den Frühling, Sommer und Herbst dazwischen sowieso.

Tja seitdem, 3 Jahre mittlerweile, fahre ich täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Nur technische Defekte und extreme Glätte konnten mich bisher stoppen.
Auch seit dieser Zeit steht sich mein Auto die Reifen in den Bauch.

Obwohl ich es schon länger vor hatte bin ich erst im (Spät-)Sommer 2014 zu touren außerhalb des Arbeitswegs aufgebrochen. Da habe ich ebenfalls Blut geleckt, hat definitiv Laune gemacht.

Ich hoffe in der Saison 2015 öfter mal eine Tour fahren zu können - und das idealerweise mit einem speziell für diesen Zweck gebauten Fahrrad.
Und damit habe ich quasi den Bogen zu dem eigentlichen Blogthema hier gespannt. Wahnsinn.

Sonntag, 22. März 2015

Welche Plattform?

Für den Wiedereinstieg in die Blogospähre stand die Frage welche Plattform gewählt werden soll.

Mit Blogger von Google habe ich bereits meine Erfahrungen gesammelt. Finde ich nicht schlecht, als überzeugtem Googler bietet sich die einfache Integration der eigenen (also die von Google) Dienste geradezu an.
Allerdings stößt man doch recht schnell an technische und stylische Grenzen. Plugins gibt es leider überhaupt nicht und auf den WYSIWYG Editor finde ich nicht gerade einen Brüller (warum kann der keine Tabellen)?

Wordpress, das Werkzeug für Profis. Zumindest wenn man es selbst hostet. Das wollte ich aber auf keinen Fall, diese Zeiten sind längst vorbei. Früher mehr oder minder viel mit Joomla und Co auf eigenem Webspace getestet. Mittlerweile nenne ich bei einem Hoster nur noch 2 Domains mein Eigen und das war es auch - so soll es auch bleiben.
Allerdings bietet Wordpress ja auch eine kostenlose Alternative, einfach Anmelden und loslegen. Das soll allerdings auch recht beschnitten sein. Achtung: Hörensagen! Zu einem Test habe ich mich irgendwie nicht durchringen können.

Update: Mittlerweile habe ich mich auf wordpress.com angemeldet und kann die Aussage oben teilweise bestätigen. Es können z.B. keine Themes und Plugins installiert werden, es ist nur eine vorgegebene Auswahl vorhanden.
So fehlt mir auf den ersten Blick eine schöne Gallerie oder die Möglichkeit meine Picasa Fotos direk zu verwenden.

Tumblr soll ja auch so eine Bloggingplattform sein. Kurz einmal angemeldet, viele Bunte Sachen gesehen, einen Testpost abgesetzt, Seite wieder geschlossen.
Scheinbar bin ich zu alt dafür, ich konnte dem auf den ersten kurzen Blick nichts abgewinnen. Laut Chip ist das u.a. bei Künstlern sehr beliebt. Aha. Bin ich ja aber keiner, passt also.

Letztendlich hat wieder Blogger gewonnen, weil:
- Einfach
- kenne ich bereits
- für meine kurzen Ergüsse brauche ich keine Plugins
- für meine kurzen Ergüsse brauche ich kein Profi Backend
- erwähnte Integration von Google Diensten. Nutze sowohl Drive als auch Picasa/Goggle+ für Fotos.

Warum ein Blog (über meine Fahrradbastelei)?

Aus Gründen, möchte man meinen. So zumindest die Kurzform.

Wie (fast) immer noch eine längere Version:
Ich will mir ein neues Fahrrad komplett selbst zusammenbauen, was ich auch voller Enthusiasmus meinen Kollegen erzählt habe. Einer von jenen selben* hat dann die (berechtigte) Frage gestellt, was das ganze denn am Ende kosten würde.

Also soll das Blog auch dazu dienen den Überblick über die ganzen Bauteile zu behalten.
Zwischendurch Gedanken sammeln und festhalten.
Den Weg zum Ziel (und hoffentlich auch das Endergebnis) in kurzen Posts präsentieren.

* Mittlerweile Ex-Kollege. Er zog aus um mehr Geld zu verdienen und mehr in seinem eigentlichen Fachbereich zu arbeiten - also alles richtig gemacht muss man sagen.

Also warum ein Blog? Weil der Thomas ein Fahrrad zusammenbaut. Punkt.





Disclaimer
Das Ganze soll nur eine temporäre Geschichte werden, so lange bis das Rad steht bzw. fährt.Aus Erfahrung weiß ich, dass es viel Durchhaltevermögen erfordert sich regelmäßig hinzusetzen und etwas zu tippen.
Fehlendes Schreibtalent + die Tatsache, dass es da draußen schon genug Fahrradblogs mit geballtem Fachwissen existieren spielt natürlich auch eine Rolle.
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